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Persistierenden Restreaktionen frühkindlicher Reflexe (Reflexprogramm)

Frühkindliche Reflexe sind automatisch ablaufende Reaktionen, die nicht willentlich gesteuert werden können. Sie sind ein rudimentäres Training für viele spätere willensgesteuerte Fähigkeiten des Menschen.

Frühkindlichen Reflexe entwickeln sich bereits im Mutterleib, sie unterstützen das Kind im Laufe des ersten Lebensjahres bei seiner Entwicklung zum „Krabbler“ und „Läufer“ d.h., sie helfen ihm, sich von einer Entwicklungsstufe auf eine ausgereiftere Stufe zu begeben. Die Reflexe müssen sich mit zunehmender kortikaler Steuerung (durch das Grosshirn) in die untergeordneten Hirnregionen, also in das Stammhirn zurückziehen. Diesen Vorgang bezeichnet man als Integration.

Der Integrationsvorgang vollzieht sich langsam und schrittweise innerhalb des ersten Lebensjahres. Er muss spätestens mit Vollendung des dritten Lebensjahres abgeschlossen sein.

Findet keine Integration einzelner, oder gar aller Reflexe statt, beschäftigen diese sogenannten persistierenden Restreaktionen frühkindlicher Reflexe die Kinder bis ans Lebensende.

Bleiben frühkindliche Reflexe bestehen beeinträchtigen sie die Kinder in allen Lebenslagen. Die Kinder neigen zu auffälligem Verhalten und es fällt ihnen schwer den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Im Laufe der Jahre entwickeln die Kinder Kompensationsmechanismen, um denen an sie gestellten Anforderungen zu entsprechen.

Die Aufrechterhaltung dieser Kompensationsmechanismen nimmt die Kinder sehr stark in Anspruch, so dass sie unwahrscheinlich viel Energie brauchen, um andere Aufgaben wie zum Beispiel rechnen, lesen, schreiben, turnen etc zu bewältigen.

Diese Kinder ermüden sehr schnell und reagieren dann mit lostlosem oder gar mit aggressivem Verhalten, wodurch sie wieder auf Unverständnis ihrer Umwelt stoßen. Sie befinden sich in einem Teufelskreis, aus dem sie aufgrund ihrer persistierenden Reflexe nicht ausbrechen können.

Persistierenden Restreaktionen frühkindlicher Reflexe können zum Beispiel für Legasthenie, Hyperaktivität, Dyskalkulie, motorische Ungeschicklichkeit und Unruhe verantwortlich sein. Ebenso für Unsportlichkeit, schlechte Körperhaltung und schlechte Körperwahrnehmung, emotionale Auffälligkeiten und die Neigung zu Wutausbrüchen.

Auch schlechte feinmotorische Fertigkeiten, schlechte Schrift, Probleme mit logischem Denken, ein schlechte Organisationsfähigkeit und das "nicht Erkennen und Einhalten von Reihenfolgen" können durch Persistierenden Restreaktionen verursacht werden. Bettnässen, Ängstlichkeit und schwaches Selbstwertgefühl, agressives Verhalten, Allergien und häufige Krankheit, Reiseübelkeit, Gleichgewichtsprobleme, Höhenangst oder Sprachprobleme, wie lispeln und stottern sind unter Umständen die Folge von nicht integrierten Reflexen.

Visuelle und räumliche Wahrnehmungsprobleme, gestörte Wahrnehmung des Körperschemas, zum Beispiel Magersucht oder Adipositas und „Tolpatsch“ Syndrom sind weitere Folgen von persistierenden Restreaktionen frühkindlicher Reflexe.

Um die Integration von frühkindlichen Reflexen und das Verständnis für das Verhalten der Kinder zu fördern, bieten wir Vorträge, die Kurse des Reflexprogrammes und individuell angepasste Behandlungen an.

 

 
       
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